Für 3 Monate in Indien

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Niagarafälle, erste Waschungen & Ausschlafen

Hallo ihr Lieben!

Erstmal vorneweg: Danke für eure tollen letzten Kommentare! :D Ich habe mich echt gefreut!

Kaum zu glauben, aber ich nähere mich jetzt tatsächlich der 2-Monats-Grenze. Was heißt, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis ich nach Hause komme Der Gedanke daran ist mittlerweile schon etwas surreal geworden. Aber meine Freude darauf hat sich trotzdem nicht verändert – übrigens noch mal danke an Timo und Frieda für die nette Aufmunterung, als ich meine kleine Krise hatte, was den Gedanken ans Zurückkommen angeht!

Ich habe gestern mit den Wilsons und einer befreundeten Pastorin plus deren Nichte und ihren zwei Kindern einen Ausflug gemacht. Wir saßen also zu elft im Jeep (Fahrer inklusive) ^^ Ich hatte zum Glück einigermaßen Platz, ich saß ja vorne. Es war echt interessant, wir sind in den Nachbarbundestaat Chhattisgarh gefahren und haben uns dort zwei Wasserfälle und eine Höhle angeguckt.
So gegen 7.20 Uhr wurde ich hier vom Fahrer abgeholt („We’ll start at 7.00 am!“, so Sarahs Worte am Vortag…, um kurz vor halb waren wir bei den Wilsons. Da war noch nichts fertig, alle sind hektisch durch die Gegend gerannt und haben sich angeschrieen ^^ Um viertel nach Acht sind wir dann endlich losgefahren. Sarah hatte mir gesagt, der Weg zum ersten Wasserfall braucht ungefähr 1 ½ Stunden. Wir haben 3 gebraucht. Aber war okay, ich hatte zum Glück meinen MP3-Player dabei und habe meinen neusten Ohrwurm rauf und runter gehört „I love my India“ (hört mal rein, bei Youtube, kriegt man schwer aus dem Ohr). Das hat irgendwie super gepasst, denn es war noch früh und Indien ist gerade erst aufgestanden. Alles war ganz ruhig und friedlich, obwohl schon einige Arbeiter auf den Beinen waren und zu den Dörfern, bzw. ihren Feldern gelaufen sind.
Der erste Wasserfall war wirklich cool, die Höhle allerdings eher beängstigend. Aber ich war tapfer und habe mir einfach gesagt, dass ich so eine Möglichkeit nicht so schnell wieder haben werde. Die Höhle war nicht so wie die Borra Caves, nicht beleuchtet und groß und ausladend. Da gab es keine Elektrizität und sie war am Anfang furchtbar beengt. Ich bin sonst nicht klaustrophobisch, aber das hat mir echt zu denken gegeben, ob ich das hinkriege. Aber später ging es dann mit dem Platz, es war nur schwierig, mit ein paar Taschenlampen seinen Weg durch die 340m lange Höhle zu finden. Aber jetzt bin ich stolz, dass ich es doch gemacht habe. Als ich aus der Höhle dann raus war, war ich echt fix und fertig. Einmal haben meine Beine gezittert, weil ich beim Wasserfall 100 Stufen hoch und runter gelaufen bin, um hin und wieder zurückzukommen und dann war es in der Höhle nun auch nicht so optimal was die Sauerstoffversorgung anging. Ich war klatschnass geschwitzt (ich war aber nicht die einzige, glaubt mir… und meine Hose war total dreckig, weil wir da auch durch einen kleinen Kanal mussten, der sehr schlammig war. Das hat mich ziemlich geärgert, weil diese Hose sowieso schon so gelitten hat und ich habe hier nun mal nur zwei tragbare Hosen mit.
War aber nur halb so schlimm, als wir dann wieder raus waren, sind wir noch mal an eine andere Stelle vom Wasserfall, dort, wo es eher Fluss als Wasserfall war und haben Wasser zum Waschen geholt. Die Kinder durften kurz ein bisschen planschen und auch ich bin dann auf die großartige Idee gekommen, die Hose einfach im Fluss zu waschen.
Dazu muss ich mal sagen, dass es mir, seit ich in Indien bin, eigentlich ziemlich egal geworden ist, wie nass und dreckig ich bin, das gehört hier einfach dazu – vor allem wenn man unterwegs ist. Aber da ich nicht wollte, dass der Dreck sich in die Hose reinfrisst und meine Tragbaren-Hosen-Nummer auf 1 reduziert, habe ich das mal probiert und es hat auch Gott sei Dank funktioniert. Da ist nichts mehr zu sehen! ^^
Der zweite Wasserfall war auch sehr beeindruckend, Sarah hat mir erzählt, dass diese Wasserfälle als „Niagarafälle Indiens“ bezeichnet werden. Es waren auch sehr viele Touristen da und mal wieder wurde ich gefragt, ob ich kurz für ein Foto herhalten könnte. Ich finde das meistens amüsant und mache da auch mit, tut ja keinem weh. Aber als wir dann gerade gehen und ins Auto steigen wollten, kam dann noch jemand angerannt und da hatte ich dann echt keine Lust mehr. Ich hatte die Nacht davor (mal wieder) kaum geschlafen und war total kaputt und müde. Hinterher tat mir das dann ein bisschen Leid, aber ich bin nun auch nicht Superwoman und der Typ wollte, dass ich den ganzen Weg zum Wasserfall noch mal zurücklatsche und das konnte ich in dem Moment nicht, ich saß schon halb im Auto.

Nach der Rückfahrt tat mir dann echt der Hintern weh, irgendwie habe ich den Dreh noch nicht raus, wie man sich im Jeep hinsetzt, ohne dass man sich hinterher wie durch die Mangel gedreht fühlt. Aber mal sehen, vielleicht macht Übung auch einfach den Meister. Schlafen kriege ich nämlich mittlerweile auch schon hin, selbst ohne Anschnallgurt. Erinnert ihr euch, letztes Mal hatte ich Probleme entweder nicht ins Amaturenbrett zu knallen oder dem Fahrer ins Lenkrad zu fallen. Diesmal hat es seltsamerweise auch so geklappt.

Heute ist Feiertag, das heißt, ich hätte theoretisch mal ausschlafen können. Das habe ich auch versucht, aber ich bin hier schon um acht oder so aufgewacht. Ich habe mich dann gezwungen, noch eine Stunde im Bett zu verharren, weil das zu Hause auch immer klappt mit dem Wieder-Einschlafen. Hier geht das irgendwie nicht, ich war hellwach und bin dann irgendwann zum Frühstück gegangen. Vielleicht werde ich auch alt, immerhin bin ich schon fast 20 … man kennt das ja, je älter man wird, desto weniger kann man morgens im Bett bleiben Egal, so habe ich wenigstens ein bisschen Zeit Sachen zu erledigen, zu denen ich sonst nicht komme. Zum Beispiel lange Einträge schreiben.

Nun denn. Ihr bekommt einen Haufen neue Fotos, wobei ich mich mittlerweile entschlossen habe, euch nicht immer gleich alles zu zeigen – sonst habe ich ja nichts Interessantes mehr, wenn ich wiederkomme Ein paar Sachen enthalte ich euch also vor, aber keine Sorge, ich bin trotzdem auf 20 Fotos gekommen. Viel Spaß damit!

Ich melde mich bald wieder und erzähle von dem Tribal-Markt, bzw. einer Ausstellung, die hier heute stattfindet!
Bis bald und vergesst mich nicht!
Alles Liebe,

Jana <3

PS: Wisst ihr, was ich gerade bemerkt habe? Dass die Einträge immer die deutsche Zeit haben. Also nicht wundern; mein Laptop ist noch auf deutscher Zeit, einfach weil ich mich weigere, alle meine Uhren komplett umzustellen Außerdem weiß ich so immer, wie spät es bei euch ist. Aber ich bin wirklich viereinhalb Stunden voraus! Ehrlich! ^^

Fotos


Das war der Tag als Eberhard da war. Nach dem Mittagessen ist er zurück ins Meeting gegangen und ich hatte plötzlich Zeit für Dinge, für die ich hier sonst nie Zeit habe – zum Beispiel Haare schneiden (bzw. Splissenden rausschneiden)


Das war in der Tanzschule. Wie das Mädchen in blau heißt, weiß ich leider nicht, aber sie hat Rasmini auf dem Arm, das kleine Mädchen, das so toll tanzen kann ^^


Sarah hat sich gleich erstmal jemandes kleine Schwester geschnappt, die eine Mutter mitgebracht hatte Aber die kleine hat sich da offenbar sehr wohl gefühlt.


Ich und ein paar Mädels aus der Tanzschule.


Rina und ich


So gehe ich teilweise morgens zur Arbeit. Ich bin einfach eine Frostbeule wenn ich morgens müde bin und wenn das hier dann echt noch so kühl ist, dann wünsche ich mir die deutsche heiße Dusche zurück.


Nancy (eine aus der 3.) beim Ballonaufblasen für die Balloon Blasting Competition


Drei Jungs aus der 4. Klasse, Aditya, N.Sai und Dilip (v.l.n.r.). Ich glaube ja, dass N.Sai später mal ein richtiger Mädchenschwarm wird


Das Foto liebe ich besonders, weil Jyoshwin (sprich: Dschoschwinn) da mit drauf ist (ganz unten links). Der Kleine ist so süß und knuffig!! Daneben dann Anup, N.Sai und Robin, da drüber Nancy und Priyanka (6. Klasse).


Georgina aus der 6. ^^

br>Meine Fünfte V.l.n.r.: Supriya, Upasana, Jerusha, Shaily und Stutee.


Das Foto finde ich auch total klasse, weil es eine schöne Momentaufnahme ist. Smitta, die Klassenlehrerin der 3. und gleichzeitig Kindergärtnerin, versucht den Kleinen zu verklickern, dass sie sich richtig hinsetzen sollen und zeigt es ihnen. Das klappte nicht so ganz und sie musste richtig lachen – das verfremdet sie jetzt ein bisschen, weil sonst ist sie eher sehr ruhig und still und eine echte Schönheit, wie ich finde. Aber gerade darum ist das Foto auch so toll, weil es einen seltenen Moment von ihr zeigt.


Das ist Banaja, eine unserer Oriya- und Hindilehrerinnen. Sie ist, glaube ich, die älteste und, soweit ich weiß, auch die einzige, die schon verheiratet ist. Sie ist wirklich nett, wirkt aber immer sehr ernst. An dem Tag hatten alle gute Laune und das Bild zeigt das noch mal so richtig, finde ich.


Ashutosh (l., 6. Klasse) versucht zu demonstrieren, wie sich Haare elektrisch aufladen können. Oder so ähnlich ^^ (Gut, dass ich Physik nach der 11. abgewählt habe..) Daneben rettet Vijay (6. Klasse, Schulsprecher) die Luftballons vor einem wildgewordenen Erstklässler.


Mein Lieblingssnack :D Kara und Chai <3


Das war Abends, als ich mit Sarah und Hannah einkaufen war.


Ist verschwommen, weil ich keinen Blitz benutzen wollte. Ich ziehe schon so genug Aufmerksamkeit auf mich, da muss ich das nicht auch noch provozieren ^^’ Das ist einer der Bekleidungs-Shops, wo man Stoffe und fertiggeschneiderte Kleidung kaufen kann.


So sehen Rikshaws aus ^^


Der erste Wasserfall von gestern.


Hannah, die im Moment erkältet ist, war total fertig hinterher.


Die Nichte der Pastorin, als wir in die Höhle runter sind.


Die „Niagarafälle Indiens“


Kühe auf der Straße. Mal wieder ^^
2.11.09 09:00
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kata (2.11.09 18:19)
Die Fotos sind echt klasse. Man bekommt richtig den Eindruck vom Leben dort,, obwohl das natürlich noch immer kein Vergleich ist mit dem selber erleben, aber so bekommen wir gut mit, wie es dort ist! :D Find ich klasse!

Nur noch ein Monat und ein bisschen! :D Ich freuuuuuu mich jetzt schon! Geburtstagsgeschenksplanung ist voll im Gang du, also mach dich auf was gefasst...

Liebe Grüße! <3

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