Für 3 Monate in Indien

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Morgen sind es schon 2 Monate

Hallo ihr Lieben!

Vorweg erstmal ganz herzlichen Dank an die vielen Glückwünsche, es waren doch einige, die mir gratuliert haben! Ich habe mich ehrlich über die Mails und Kommentare gefreut.
Das erste Mal Geburtstag haben wenn man nicht zu Hause ist fühlt sich irgendwie komisch an. Nicht so richtig wie Geburtstag haben, sondern wie neu ankommen und alle schenken einem etwas, eher so. Aber es war nicht so schlimm wie erwartet. Die Kinder waren total aufgeregt und am Abend vom 5.11. haben sie mir dann schon mal vorsorglich ein Päckchen mit meinem neuen Salwar Kameez mitgegeben, der hundertmal beim Schneider war, weil er nie gepasst hat. Er ist wirklich hübsch geworden – aber ich muss sagen, mir gefällt der Salwar Kameez besser, den ich dann gestern von Rina gekriegt habe.
Aber ich fange mal von vorne an. Ich bin aufgestanden und habe dann erstmal meinen neuen Salwar Kameez (tut mir Leid, von dem gibt’s noch keine Fotos..) angezogen. Beim Frühstück haben mich dann Anna und die andere Deutsche (sorry!! Namen vergessen..) überrascht, für mich gesungen und mir auch ein paar Kleinigkeiten geschenkt. U.a. zwei Kissenbezüge – zum Glück habe ich keine auf Mondei gekauft! ^^ Die Küchenlady hat mir einen kleinen Blumenstrauß gepflückt und mir ein Geschenk von Rachel gegeben, wo ein ganz toller Schal drin war, der zur Hälfte aus Seide besteht und zur anderen Hälfte aus einem anderen Material was aber auch sehr teuer klingt Fühlt sich auf jeden Fall ganz toll und weich und kuschelig an.
In der Schule haben mir dann schließlich auch alle ganz förmlich mit der Hand gratuliert; manchmal hatte ich das Gefühl, den Lehrern wäre die Nähe schon unangenehm. Sind halt alle särr zurückhaltend. Nun ja. Bei der Assembly haben dann alle Kinder für mich „Happy Birthday“ gesungen, was sich im indischen Englisch allerdings nach „Happy Birdday“ anhört Schnuckelig.
Rina, unsere Tanzlehrerin, hat mir übrigens am Tag vorher noch ein Henna-Tattoo gemacht. Zehnmal schöner als das letzte, wie ich finde Wir hatten uns danach noch ein bisschen unterhalten und irgendwann ist Rina extrem traurig geworden, weil sie meinte, sie würde mich sehr vermissen, wenn ich fliegen würde. Das tat mir echt Leid, weil ich ihr wohl echt ans Herz gewachsen bin – und das beruht ja auch auf Gegenseitigkeit. Rina ist die Herzensgüte in Person und sie so traurig zu sehen hat mich auch sehr traurig gemacht. Gestern hat sie mich dann, mit Erlaubnis der Schulleitung, nach ihrem Unterricht zum Shoppen mitgenommen. Sie hat mir hundert Sachen gekauft und echt richtig Geld ausgegeben, ich konnte sie wirklich nicht stoppen. Mir war es einerseits unangenehm, weil ich das nicht nötig finde, aber sie hat das so gerne gemacht und sich immer so gefreut, wenn sie mir was Neues kaufen konnte. Einen neuen Salwar Kameez hat sie mir wie gesagt auch gekauft und der ist wirklich wunderschön Ist bisher mein Lieblingsdress.
In der Mittagspause, als ich dann halt zu Hause war, habe ich wenig geschlafen, ich hatte leider den ganzen Tag Kopfschmerzen – ich bin, wie manche wissen, ein laufendes Barometer und immer, wenn sich das Wetter rapide ändert, kriege ich höllische Kopfschmerzen. So auch gestern, als ich nämlich dann nach kurzem und sehr unruhigem Mittagsschlaf zu den Wilsons gegangen bin, hat es angefangen zu regnen. Zum Glück erst, als ich da war. Ich habe dann ein bisschen beim Dekorieren geholfen – die Mädchen waren total aufgeregt und haben mir immer Komplimente gemacht, wie toll ich doch aussehe – ich habe den Dress von Rina getragen und den ganzen Schmuck, den sie mir gekauft hat. Bei den Kindern ist das mir komischerweise doppelt unangenehm, wenn sie immer „Woooow“ machen und „Teacher, you’re looking soooo beautiful“ hauchen und mich dabei bewundernd ansehen. Ich weiß nicht warum, denn bei Kindern weiß man ja, dass sie nicht lügen. Zumindest noch nicht in dem Alter. Und wenn dann nur, wenn man sie fragt, ob sie ihre Hausaufgaben gemacht haben ….
Wie auch immer, Mr. Wilson hat dann netterweise das Internetkabel aus dem Büro verlängert und als dann alle Gäste kamen, haben wir dann meine Eltern und zwischendurch auch mal kurz meine Großeltern dazu geschaltet. Es war wirklich ganz nett und hat auch nicht allzu lange gedauert, die Inder halten glaube ich, nicht allzu viel vom Geburtstagsfeiern. In meinem Fall war ich aber eher dankbar dafür, nicht nur aufgrund meiner Kopfschmerzen, sondern eher, weil das auch genug Aufmerksamkeit für die nächsten drei Wochen waren. Ich habe wirklich sehr viele schöne und liebe Geschenke gekriegt und über alle habe ich mich wirklich sehr gefreut, weil sie alle von Herzen kamen. Selbst die Hausmädchen, die ich mittlerweile schon sehr lieb habe, haben mir Ringe geschenkt, was ich auch ganz toll fand.
Meine Lehrerkollegen haben mir einen Rock und ein T-Shirt geschenkt, was ich auch wirklich nett fand … wäre der Rock nur nicht Gelb und das Shirt Pink. Hat mich einer von euch schon mal jemals in einem gelben Kleidungsstück rumlaufen sehen? Richtig. Nein. Ich trage kein Gelb, weil das an mir leider unmöglich aussieht. Und meine Meinung über Rothaarige, die pink tragen, kennt ihr sicherlich auch. Ich will das Geschenk nicht schlecht machen, der Rock ist eigentlich sogar ganz hübsch. Es ist nur nicht mein Stil. Das Oberteil ist mit Perlen bestickt und dank meiner Gewichtszunahme sehe ich daran aus wie ein fetter Sahnebonbon. Oder wie eine Presswurst, kann man sich dann aussuchen.
Heute zur Schule habe ich es trotzdem angezogen und der Rock ist ehrlich nett und das Oberteil halt halb so schlimm, wenn man sich vorstellt, dass die Inder gerne in so was rumlaufen Und wir wissen ja alle, es ist der Gedanke, der zählt, nicht wahr?
Als dann alle weg waren haben wir noch Dinner gegessen und die Pastorin Basanti (ich korrigiere ggf., weiß nicht, ob sie so geschrieben wird), die hier öfters zu Besuch ist, hat noch mit uns für mich gebetet. Fand ich auch sehr nett.
Gestern Abend, als ich dann zurück im Gästehaus war, hat mich dann doch sehr das Heimweh gepackt. Armin hat mich noch angerufen (für die, die ihn nicht kennen: mein bester Freund) und wir haben eine Viertelstunde telefoniert und danach bin ich ins Bett gegangen. Ich war eine Weile sehr traurig, weil ich euch alle sehr vermisst hab, aber ich fand, das durfte ich auch. Wie gesagt, mittlerweile habe ich gelernt, dass man Heimweh haben kann und gleichzeitig Dinge wertschätzen kann – und so war das halt auch gestern. Ich hatte einen sehr schönen Tag, aber trotzdem war ich halt Abends sehr traurig.
Gut, so viel zu meinem Geburtstagsbericht. Fotos gibt es morgen, weil ich gerade keine Zeit habe, welche zu verkleinern.

Ach, eine Sache noch: Worüber ich mich sehr gefreut habe, ist: Rina kommt mit nach Vishakapatnam zum Flughafen um mich zu verabschieden (ich weiß jetzt schon, dass das ein Geheule wie sonst was wird). Cool oder?

Dann macht es mal gut, meine Lieben. Ihr fehlt mir alle sehr. Ist ja nicht mehr lange, jetzt bin ich ja schon 2 Monate hier
Bis bald, meine Besten!

Jana <3
7.11.09 14:22


Nochmal deutscher Besuch

Hey ihr Lieben!

Ich habe gerade ein bisschen Luft, so unerwarteter Weise, also schreibe ich mal einen kleinen Eintrag. ^^ Heute habe ich eine sehr angenehme Überraschung erlebt.
Ich bin nach der Schule nach Hause gekommen und habe mich hingelegt, weil ich mal wieder schlecht und wenig geschlafen habe. Eine halbe Stunde später wurde ich schon wieder aus dem Bett geklopft. Zuerst war ich ein bisschen genervt, weil normalerweise jeder weiß, dass ich zwischen halb drei und vier außer Gefecht gesetzt bin – also schlafe. Trotzdem bin ich aufgestanden und wurde gleich belohnt: Anna stand vor der Tür! Das war vielleicht eine Überraschung. Vielleicht erinnert ihr euch an Anna und Denish, die mich hier an meinem ersten Tag besuchen gekommen sind? Also im Krankenhaus? Anna lebt seit ungefähr 1 ½ Jahren mit ihrem indischen Mann in Indien und spricht echt gut Oriya (soweit ich das beurteilen kann) und witzigerweise musste ich gerade gestern an sie denken. Ich hatte mich daran erinnert, wie sie mich mit zum Einkaufen genommen haben, sie, Denish und ihre Freundin Alex. Vor allem eine Situation erinnere ich, und ich muss jedes Mal lachen, wenn ich daran denke: Alex wollte Bangles kaufen und hat dann verschiedene anprobiert. Denish, der ja auch Deutsch spricht, musste dolmetschen und dem Verkäufer dann unsere Wünsche mitteilen. Und Alex vertrug die Metall-Bangles nicht, also meine Anna zu Denish: „Aber sag’ ihm, dass sie nur Schwermetalle verträgt.“ Sie meinte natürlich nur Metall und hat sich dann auch gleich korrigiert, aber wir mussten alle so lachen in dem Moment. Und daran hatte ich mich gestern gerade erinnert und fand es etwas schade, dass ich sie so bald wohl nicht wieder sehen würde. Aber heute stand sie halt da vor der Tür, zusammen mit drei Freunden von ihr – wovon zwei wohl an Durchfall erkrankt sind und im Krankenhaus bleiben müssen. Ich habe ja hier echt häufig Besuch, das ist ja schon fast wie zu Hause
Naja, als ich Anna dann begrüßt hatte und die anderen auch, bin ich, verpennt wie ich war, wieder zurück ins Bett gegangen. Da habe ich es dann aber nur fünf Minuten ausgehalten, dann habe ich mich angezogen und bin zu den anderen gegangen. Die Gelegenheit war mir dann doch zu schade um sie zu verpassen. Mir taten die zwei richtig Leid, die da krank geworden sind (übrigens Hamburger, also auch wieder Norddeutsche ^^). Aber was wäre ein Indien-Aufenthalt ohne einmal eine Diarrhoe zu kriegen? Selbst mich hatte es ja am Anfang erwischt – zum Glück nicht so schlimm wie die beiden jetzt, sie müssen über Nacht im Krankenhaus bleiben und am Tropf hängen. Aber na ja, ich habe mich gefreut, wieder mal Besuch zu haben.

Gestern und vorgestern war ich dann mit Sarah und den Kindern beim Mondei. Das ist eine Art Kunsthandwerkmarkt für Sachen, die die Stämme so herstellen. Schöne Sachen, ich habe richtig viel eingekauft. Eigentlich mit der ursprünglichen Absicht, alles zu verschenken. Aber einiges davon werde ich wohl doch selbst behalten Ich werde wohl nicht in der Lage sein, wirklich jedem einzelnen etwas mitzubringen und wenn, dann werden es wirklich nur Kleinigkeiten sein. Also nehmt mir das bitte nicht übel, ja? ^^
Als wir dann da so an den Ständen vorbeigeschlendert sind und eingekauft haben, sind VIP’s angekommen. So richtig mit Polizeibrigade und so ’nem Kram. Irgendwelche wichtigen Leute, keine Ahnung wer genau. Aber einschüchternd war das schon, weil die von Polizisten mit Maschinengewehren nur so umzingelt waren und wir mussten alle weichen, als sie dann da an uns vorbeistolziert sind. Sarah hat mich ganz ehrfürchtig ermahnt, sie auch ja höflich zu grüßen, das würde sie freuen… Hab’ ich dann auch gemacht und ich wurde, schon fast etwas herablassend, gefragt, woher ich komme und wo ich hier lebe. Naja. Nett ^^’ Ich fand das Getue ein bisschen übertrieben, aber so ist das halt in der Politik, gell?
Heute kam dann eine Frau von diesen hohen Tieren überraschend zu uns in die Schule. Und zwar nicht so ganz normal durch die Tür, wie man sich das so vorstellt. Nein, sie kam mit dem Auto durch das Tor gefahren, das extra ganz für sie geöffnet war (unser Schulhof ist nicht groß, da passen vielleicht maximal drei Autos rein&hellip. Dann mit Polizeischutz (diesmal nur einer mit Maschinengewehr). Ich saß grad im Lehrerzimmer und habe korrigiert und ich war völlig verwirrt. Als sie dann reinkam, war ich immer noch etwas überfordert und sie fragte mich, woher ich komme und so weiter. Und dann sagte sie, dass sie glaubt, sich an mich erinnern zu können und dass sie mich gestern beim Mondei gesehen hat. Das fand ich echt albern – natürlich hat sie mich da gesehen, ich war die einzige Weiße…
Sie ist war wohl da, weil sie überlegt, ihre Kinder in unsere Schule zu schicken. Und dank ihr wird jetzt alles auf den Kopf gestellt. Die Klassen 4 – 6 werden in ein anderes Gebäude verlegt, d.h. ich muss jetzt immer hin- und herlatschen, nur damit die Kindergartenkinder näher bei Sarah sind und Sarah sie unterrichten kann. Weil es war etwas peinlich heute, die Kinder konnten nichts aufsagen oder irgendwelche Lieder singen, weil sie so nervös waren wegen des hohen Besuchs.

Gut ihr Lieben, die Wilsons sind gerade nach Hause gekommen. Ich melde mich bald wieder!
Ihr fehlt mir sehr.

Jana <3
4.11.09 13:55


Niagarafälle, erste Waschungen & Ausschlafen

Hallo ihr Lieben!

Erstmal vorneweg: Danke für eure tollen letzten Kommentare! :D Ich habe mich echt gefreut!

Kaum zu glauben, aber ich nähere mich jetzt tatsächlich der 2-Monats-Grenze. Was heißt, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis ich nach Hause komme Der Gedanke daran ist mittlerweile schon etwas surreal geworden. Aber meine Freude darauf hat sich trotzdem nicht verändert – übrigens noch mal danke an Timo und Frieda für die nette Aufmunterung, als ich meine kleine Krise hatte, was den Gedanken ans Zurückkommen angeht!

Ich habe gestern mit den Wilsons und einer befreundeten Pastorin plus deren Nichte und ihren zwei Kindern einen Ausflug gemacht. Wir saßen also zu elft im Jeep (Fahrer inklusive) ^^ Ich hatte zum Glück einigermaßen Platz, ich saß ja vorne. Es war echt interessant, wir sind in den Nachbarbundestaat Chhattisgarh gefahren und haben uns dort zwei Wasserfälle und eine Höhle angeguckt.
So gegen 7.20 Uhr wurde ich hier vom Fahrer abgeholt („We’ll start at 7.00 am!“, so Sarahs Worte am Vortag…, um kurz vor halb waren wir bei den Wilsons. Da war noch nichts fertig, alle sind hektisch durch die Gegend gerannt und haben sich angeschrieen ^^ Um viertel nach Acht sind wir dann endlich losgefahren. Sarah hatte mir gesagt, der Weg zum ersten Wasserfall braucht ungefähr 1 ½ Stunden. Wir haben 3 gebraucht. Aber war okay, ich hatte zum Glück meinen MP3-Player dabei und habe meinen neusten Ohrwurm rauf und runter gehört „I love my India“ (hört mal rein, bei Youtube, kriegt man schwer aus dem Ohr). Das hat irgendwie super gepasst, denn es war noch früh und Indien ist gerade erst aufgestanden. Alles war ganz ruhig und friedlich, obwohl schon einige Arbeiter auf den Beinen waren und zu den Dörfern, bzw. ihren Feldern gelaufen sind.
Der erste Wasserfall war wirklich cool, die Höhle allerdings eher beängstigend. Aber ich war tapfer und habe mir einfach gesagt, dass ich so eine Möglichkeit nicht so schnell wieder haben werde. Die Höhle war nicht so wie die Borra Caves, nicht beleuchtet und groß und ausladend. Da gab es keine Elektrizität und sie war am Anfang furchtbar beengt. Ich bin sonst nicht klaustrophobisch, aber das hat mir echt zu denken gegeben, ob ich das hinkriege. Aber später ging es dann mit dem Platz, es war nur schwierig, mit ein paar Taschenlampen seinen Weg durch die 340m lange Höhle zu finden. Aber jetzt bin ich stolz, dass ich es doch gemacht habe. Als ich aus der Höhle dann raus war, war ich echt fix und fertig. Einmal haben meine Beine gezittert, weil ich beim Wasserfall 100 Stufen hoch und runter gelaufen bin, um hin und wieder zurückzukommen und dann war es in der Höhle nun auch nicht so optimal was die Sauerstoffversorgung anging. Ich war klatschnass geschwitzt (ich war aber nicht die einzige, glaubt mir… und meine Hose war total dreckig, weil wir da auch durch einen kleinen Kanal mussten, der sehr schlammig war. Das hat mich ziemlich geärgert, weil diese Hose sowieso schon so gelitten hat und ich habe hier nun mal nur zwei tragbare Hosen mit.
War aber nur halb so schlimm, als wir dann wieder raus waren, sind wir noch mal an eine andere Stelle vom Wasserfall, dort, wo es eher Fluss als Wasserfall war und haben Wasser zum Waschen geholt. Die Kinder durften kurz ein bisschen planschen und auch ich bin dann auf die großartige Idee gekommen, die Hose einfach im Fluss zu waschen.
Dazu muss ich mal sagen, dass es mir, seit ich in Indien bin, eigentlich ziemlich egal geworden ist, wie nass und dreckig ich bin, das gehört hier einfach dazu – vor allem wenn man unterwegs ist. Aber da ich nicht wollte, dass der Dreck sich in die Hose reinfrisst und meine Tragbaren-Hosen-Nummer auf 1 reduziert, habe ich das mal probiert und es hat auch Gott sei Dank funktioniert. Da ist nichts mehr zu sehen! ^^
Der zweite Wasserfall war auch sehr beeindruckend, Sarah hat mir erzählt, dass diese Wasserfälle als „Niagarafälle Indiens“ bezeichnet werden. Es waren auch sehr viele Touristen da und mal wieder wurde ich gefragt, ob ich kurz für ein Foto herhalten könnte. Ich finde das meistens amüsant und mache da auch mit, tut ja keinem weh. Aber als wir dann gerade gehen und ins Auto steigen wollten, kam dann noch jemand angerannt und da hatte ich dann echt keine Lust mehr. Ich hatte die Nacht davor (mal wieder) kaum geschlafen und war total kaputt und müde. Hinterher tat mir das dann ein bisschen Leid, aber ich bin nun auch nicht Superwoman und der Typ wollte, dass ich den ganzen Weg zum Wasserfall noch mal zurücklatsche und das konnte ich in dem Moment nicht, ich saß schon halb im Auto.

Nach der Rückfahrt tat mir dann echt der Hintern weh, irgendwie habe ich den Dreh noch nicht raus, wie man sich im Jeep hinsetzt, ohne dass man sich hinterher wie durch die Mangel gedreht fühlt. Aber mal sehen, vielleicht macht Übung auch einfach den Meister. Schlafen kriege ich nämlich mittlerweile auch schon hin, selbst ohne Anschnallgurt. Erinnert ihr euch, letztes Mal hatte ich Probleme entweder nicht ins Amaturenbrett zu knallen oder dem Fahrer ins Lenkrad zu fallen. Diesmal hat es seltsamerweise auch so geklappt.

Heute ist Feiertag, das heißt, ich hätte theoretisch mal ausschlafen können. Das habe ich auch versucht, aber ich bin hier schon um acht oder so aufgewacht. Ich habe mich dann gezwungen, noch eine Stunde im Bett zu verharren, weil das zu Hause auch immer klappt mit dem Wieder-Einschlafen. Hier geht das irgendwie nicht, ich war hellwach und bin dann irgendwann zum Frühstück gegangen. Vielleicht werde ich auch alt, immerhin bin ich schon fast 20 … man kennt das ja, je älter man wird, desto weniger kann man morgens im Bett bleiben Egal, so habe ich wenigstens ein bisschen Zeit Sachen zu erledigen, zu denen ich sonst nicht komme. Zum Beispiel lange Einträge schreiben.

Nun denn. Ihr bekommt einen Haufen neue Fotos, wobei ich mich mittlerweile entschlossen habe, euch nicht immer gleich alles zu zeigen – sonst habe ich ja nichts Interessantes mehr, wenn ich wiederkomme Ein paar Sachen enthalte ich euch also vor, aber keine Sorge, ich bin trotzdem auf 20 Fotos gekommen. Viel Spaß damit!

Ich melde mich bald wieder und erzähle von dem Tribal-Markt, bzw. einer Ausstellung, die hier heute stattfindet!
Bis bald und vergesst mich nicht!
Alles Liebe,

Jana <3

PS: Wisst ihr, was ich gerade bemerkt habe? Dass die Einträge immer die deutsche Zeit haben. Also nicht wundern; mein Laptop ist noch auf deutscher Zeit, einfach weil ich mich weigere, alle meine Uhren komplett umzustellen Außerdem weiß ich so immer, wie spät es bei euch ist. Aber ich bin wirklich viereinhalb Stunden voraus! Ehrlich! ^^

Fotos


Das war der Tag als Eberhard da war. Nach dem Mittagessen ist er zurück ins Meeting gegangen und ich hatte plötzlich Zeit für Dinge, für die ich hier sonst nie Zeit habe – zum Beispiel Haare schneiden (bzw. Splissenden rausschneiden)


Das war in der Tanzschule. Wie das Mädchen in blau heißt, weiß ich leider nicht, aber sie hat Rasmini auf dem Arm, das kleine Mädchen, das so toll tanzen kann ^^


Sarah hat sich gleich erstmal jemandes kleine Schwester geschnappt, die eine Mutter mitgebracht hatte Aber die kleine hat sich da offenbar sehr wohl gefühlt.


Ich und ein paar Mädels aus der Tanzschule.


Rina und ich


So gehe ich teilweise morgens zur Arbeit. Ich bin einfach eine Frostbeule wenn ich morgens müde bin und wenn das hier dann echt noch so kühl ist, dann wünsche ich mir die deutsche heiße Dusche zurück.


Nancy (eine aus der 3.) beim Ballonaufblasen für die Balloon Blasting Competition


Drei Jungs aus der 4. Klasse, Aditya, N.Sai und Dilip (v.l.n.r.). Ich glaube ja, dass N.Sai später mal ein richtiger Mädchenschwarm wird


Das Foto liebe ich besonders, weil Jyoshwin (sprich: Dschoschwinn) da mit drauf ist (ganz unten links). Der Kleine ist so süß und knuffig!! Daneben dann Anup, N.Sai und Robin, da drüber Nancy und Priyanka (6. Klasse).


Georgina aus der 6. ^^

br>Meine Fünfte V.l.n.r.: Supriya, Upasana, Jerusha, Shaily und Stutee.


Das Foto finde ich auch total klasse, weil es eine schöne Momentaufnahme ist. Smitta, die Klassenlehrerin der 3. und gleichzeitig Kindergärtnerin, versucht den Kleinen zu verklickern, dass sie sich richtig hinsetzen sollen und zeigt es ihnen. Das klappte nicht so ganz und sie musste richtig lachen – das verfremdet sie jetzt ein bisschen, weil sonst ist sie eher sehr ruhig und still und eine echte Schönheit, wie ich finde. Aber gerade darum ist das Foto auch so toll, weil es einen seltenen Moment von ihr zeigt.


Das ist Banaja, eine unserer Oriya- und Hindilehrerinnen. Sie ist, glaube ich, die älteste und, soweit ich weiß, auch die einzige, die schon verheiratet ist. Sie ist wirklich nett, wirkt aber immer sehr ernst. An dem Tag hatten alle gute Laune und das Bild zeigt das noch mal so richtig, finde ich.


Ashutosh (l., 6. Klasse) versucht zu demonstrieren, wie sich Haare elektrisch aufladen können. Oder so ähnlich ^^ (Gut, dass ich Physik nach der 11. abgewählt habe..) Daneben rettet Vijay (6. Klasse, Schulsprecher) die Luftballons vor einem wildgewordenen Erstklässler.


Mein Lieblingssnack :D Kara und Chai <3


Das war Abends, als ich mit Sarah und Hannah einkaufen war.


Ist verschwommen, weil ich keinen Blitz benutzen wollte. Ich ziehe schon so genug Aufmerksamkeit auf mich, da muss ich das nicht auch noch provozieren ^^’ Das ist einer der Bekleidungs-Shops, wo man Stoffe und fertiggeschneiderte Kleidung kaufen kann.


So sehen Rikshaws aus ^^


Der erste Wasserfall von gestern.


Hannah, die im Moment erkältet ist, war total fertig hinterher.


Die Nichte der Pastorin, als wir in die Höhle runter sind.


Die „Niagarafälle Indiens“


Kühe auf der Straße. Mal wieder ^^
2.11.09 09:00


Geburtstag und neue Kleidung

Hallo ihr Lieben!

Ich dachte, ich melde mich auch mal wieder. Es gibt nicht viel zu berichten, aber so Kleinigkeiten gibt es doch zu erzählen.
Die eine Sache wäre, dass ich immer noch krank bin. Es nervt wirklich ziemlich, dass ich diese Erkältung nicht loswerde, weil ich mich dadurch irgendwie permanent angematscht fühle. Gestern hatte ich die fixe Idee, dass es vielleicht an meiner Stauballergie liegen könnte – denn als ich mal mit einem feuchten Tuch über mein Moskitonetz gefahren bin, hat mich fast der Schlag getroffen. Daraufhin bin ich erstmal raus und habe das Ding ausgeschüttelt. Nur um dann beim erneuten Aufhängen in meinem Zimmer dann beim Blick auf den Ventilator herauszufinden, dass das eine Staubschleuder schlechthin ist … Aber ehrlich gesagt glaube ich eigentlich nicht mehr so richtig, dass es an der Allergie liegt; ich war ja nie irgendwie akut allergisch oder so.
Dann habe ich sonst noch Wehwehchen, weil ich mittlerweile ein bisschen Rückenprobleme kriege mit dieser blöden Matratze die sich mittlerweile mehr wie Holz als sonst was anfühlt. Na gut, ich übertreibe, aber auch das Kissen ist halt voll hart und ich habe beim Aufstehen immer irgendwie Schmerzen. Aber die „paar“ Tage die ich noch hier bin halte ich das auch noch auf.

Dann habe ich ja nächste Woche Geburtstag. Irgendwie freue ich mich dieses Jahr nicht so superdoll drauf, weil mir der Gedanke, den ganzen Tag lang im Mittelpunkt zu stehen, überhaupt nicht gefällt. Zu Hause ist das schon mal ganz schön, aber hier bin ich froh, wenn ich mal nicht im Zentrum aller Aufmerksamkeit stehe. Und das wird am Freitag unweigerlich der Fall sein; Sarah will alle Lehrer einladen und was weiß ich noch wen. Ich freue mich ja sehr, dass sie es so gut mit mir meint. Und bestimmt wird es alles auch nur halb so wild sein und der Tag bestimmt schön werden. Aber ich weiß jetzt schon, dass alles Feiern und jegliches noch so tolle Geschenk die Lücke nicht füllen werden kann, die sich dann noch mal doppelt sichtbar für mich auftun wird: Gerade in solchen Situationen wird mir dann doch immer schmerzlich bewusst, dass ich doch ein Familienmensch bin und meine Familie um mich brauche. Dass ich meinen Geburtstag (noch) nicht mit der ganzen Verwandtschaft feiern kann, wie sonst auch immer, wird mein Gemüt zumindest im Unterbewusstsein wohl doch ein bisschen drücken. Auch das Feiern mit meinen Freunden wird mir fehlen, auch wenn ich die letzten Jahre immer „nur“ im Pub oder im Restaurant gewesen bin.
Aber das alles sind nur so Gedanken, die mir momentan im Kopf rumschwirren, man muss das jetzt nicht allzu ernst nehmen.
Dann noch eine Sache, die wirklich minimal und unwichtig erscheint, aber für mich war das irgendwie was … Bewegendes? Ich kann da nicht so richtig ein Wort für finden, aber ich erzähle einfach mal. Wir gucken hier ja oft Fernsehen, also bei den Wilsons. Und auch viel und oft Werbung. Ich finde das immer spannend, weil indische Werbung für mich was Neues ist – auch wenn es im Prinzip ähnlich wie in Deutschland ist, nur halt mit Indern und auf Oriya oder Hindi. Naja, aber es gibt hier eine Werbung, die mich so ein bisschen an unsere „Merci“-Werbung erinnert, so von der Aufmachung her. Und da werden verschiedene Szenen von Liebespaaren jeden Alters gezeigt, wie der Mann immer der Frau in die Wangen kneift und sie liebevoll anlächelt, weil er sie so süß findet. So, und diese Werbung lief vor ein paar Tagen wieder und ich und Jerusha saßen gerade zusammen vor dem Fernseher. D.h. eigentlich nur sie, ich saß am Tisch und habe Tee getrunken, der Rest der Familie war irgendwie anderweitig beschäftigt. Und als diese Werbung zu Ende war, saß Jerusha da und hob dann langsam ihre Hand und hat sich selbst auch in die Wange gekniffen. Dann mit beiden Händen, so wie der Mann es bei der Frau in der Werbung getan hat. Das war so süß und in dem Moment musste ich einfach lächeln. Wie sie da saß und so ganz weggetreten versucht hat, das nachzuahmen, was sie da gerade gesehen hat und man konnte so richtig sehen, wie sie sich vorgestellt hat, wie das mal jemand bei ihr macht – vielleicht hat sie sogar ein bisschen sehnsüchtig geguckt, ich konnte es nicht richtig deuten. Am liebsten hätte ich sie fotografiert, aber das hätte den Moment kaputt gemacht und es wäre auch nicht mehr natürlich gewesen, weil sie es gemerkt hätte. Aber sie saß da wirklich ganz lange und hat sich so an den Wangen rumgedrückt, als wollte sie schauen, ob sie genauso liebenswert sein kann, wie die hübsche Frau im Fernsehen.
Ja ja, die Kleinen wachsen ja so schnell…

Ach und meine Kleidung ist endlich fertig! Jetzt habe ich drei Salwar Kaamez(es?), die ich hier tragen kann ^^ Insgesamt habe ich jetzt sieben Stück. Zwei sind fertig gekauft, die restlichen vier sind genäht worden, davon sind dann noch mal zwei mit langen Ärmeln, also eigentlich nur in Deutschland tragbar, weil das für hier zu warm wäre.
Am Donnerstag war ich das erste Mal mit meinem neuen Salwar Kameez in der Schule und sofort kamen alle an und haben mich mit Komplimenten überschüttet. Ich habe mich natürlich gefreut, aber ich kann mit Komplimenten irgendwie nie so richtig umgehen und war doch ziemlich verlegen. Auch die Kinder kamen immer an: „Teacher, you’re looking sooooo beautiful!“ Echt niedlich. Und ich habe das Gefühl, dass das mir zu ein bisschen mehr Kontakt zu den anderen Lehrerinnen geholfen hat. Manchmal habe ich so das Gefühl, dass sie nicht so richtig was mit mir anfangen können – ist ja auch klar, man müsste sich halt auf Englisch unterhalten und ich glaube, da haben sie etwas Hemmungen. Aber jetzt spricht mich vor allem eine unserer Hindi- und Oriyalehrerinnen immer wieder an, worüber ich mich wirklich freue. Ich zeige bald mal ein Foto von ihr, Banaja heißt sie (sprich: Bannadscha) und sie wirkt sonst immer sehr, sehr ernst und erwachsen und streng. Aber sie ist wirklich nett und ich mag sie. Ihre beiden Söhne gehen auch auf unsere Schule, einen davon, Srishant, unterrichte ich auch in der vierten Klasse.
Am Donnerstag hatten wir hier eine „Balloon Blasting Competition“ für die Klassen 1 – 6. Also Ballons zerplatzen Super für die Kinder, die waren alle mega-aufgeregt. Was bei uns in den Schule vermutlich eher Stöhnen verursachen würde ist hier echt ein Event gewesen und echt alle hatten gute Laune. Ich natürlich sowieso, weil ich mich richtig dazugehörig gefühlt habe mit meinem hübschen Dress ^^ Ich werde bald mal Fotos von den Klamotten hochladen, wenn ich denn mal jemanden finde, der mich fotografiert.
Apropos Fotos: Immer wenn ich Nachmittags nach dem Mittagsschlaf zur Schule gehe, damit mich Mariam (eine von den Frauen, die dort arbeiten – die habe ich übrigens schon sehr liebgewonnen!) zu den Wilsons bringen kann (nicht, weil ich den Weg nicht finden würde, sondern weil ich mich außerhalb des Krankenhausgeländes ungern alleine durch die Gegend bewegen möchte), kommen jetzt ein paar Kinder aus der Nachbarschaft angelaufen und bitten (!) mich, ein Foto mit ihnen zu machen. Putzig oder?
Bisher sind keine präsentablen Bilder dabei raus gekommen, ich sehe im Moment wirklich unschön aus. Das mag für euch jetzt vielleicht nach Fishing-for-Compliments klingen, aber wenn ich es euch sage: Ich fühle mich, was mein Aussehen angeht, sehr unwohl in meiner Haut. Und das ist halt mein Problem: Man kann ja scheiße aussehen und sich wohlfühlen, dann ist ja alles okay – aber scheiße aussehen und sich dabei eklig fühlen ist blöd ^^’

Nun gut, genug der Klagen. Ich bin k.o., den Eintrag poste ich zwar jetzt Mittags, geschrieben habe ich ihn aber gestern Abend und ich kann euch sagen: Ich bin todmüde. Die letzten beiden Nächte fanden die Hindus es an der Zeit „Puja“ zu betreiben, heißt Anbeten. Also wurden auf dem Haus der Wilsons zwei Lautsprecher installiert (das geht, dafür muss man nicht fragen… und mit ungefähr gefühlten 1000 Dezibel die Anbetung aus dem nahegelegenen Tempel übertragen, d.h. 48 Stunden nonstop Trommeln und Gesang. Ich habe das sogar im Gästehaus gehört und das hat schon genervt. Die Wilsons taten mir wahnsinnig Leid, weil das im Haus derart laut war, dass man sich nicht mal richtig unterhalten konnte; ich war ja den Nachmittag über da. Aber Sarah sagte, sie wollen sich nicht beschweren, weil Christen hier ohnehin unbeliebt sind und wenn sie sich dann auch noch beschweren, weiß sie nicht, wie man hier drauf reagiert. Sie weiß nur, dass es sicherlich keine positiven Reaktionen geben wird und darum halten sie auf gut Deutsch gesagt die Füße so lange still. Finde ich echt tapfer, die Wilsons haben hier ohnehin echt kein leichtes Leben.

Aber wie gesagt, ich will jetzt schlafen. Jetzt noch ein paar Bilder und dann ist auch gut
Ihr fehlt mir sehr, meine Lieben. Macht’s gut und bis bald!

Jana <3

PS: Danke nochmal für eure Kommentare! Aber bitte tut mir einen Gefallen und schreibt bitte eure Namen immer dazu. Ich finde es immer so schade, wenn ich nicht weiß, von wem der Kommentar stammt.. Ihr verpflichtet euch weder zu einem lebenslangen Jamba-Abo noch zu irgendwelchen Operationen von Körperteilen, die ihr nicht besitzt, wenn ihr euren Namen angebt.

31.10.09 14:37


Fotos

Hey ihr Lieben!

Hier endlich mal die "neuen" Fotos


Das habe ich letztes Wochenende aufgenommen, als wir deutschen Besuch vom NMZ hatten (mein Länderreferent war nicht dabei, hatte ich das erzählt? Eberhard kommt dieses Wochenende). Wir haben mit Rachel einen Rundgang durch das Krankenhaus gemacht, dass ja auch vom NMZ gesponsort wird und ich habe die Gelegenheit genutzt, mal ein paar Fotos zu machen.


Da gerade ein paar Kochfeuer brannten und die Abendsonne so schön geschienen hat, war die Atmosphäre echt beeindruckend. Sehr friedlich und ruhig, obwohl man von kranken Menschen umgeben war… ich hoffe, ihr findet mich jetzt nicht makaber, vielleicht könnt ihr dem Bild ja ein bisschen entnehmen, wie ich das meine.


Ich und Rachel im Office, an ihrem Arbeitsplatz. Das ist übrigens meine neue Tasche, die ich mir in Arku Valley gekauft habe – handgemacht ^^ Schön oder? Man sieht sie leider nur halb … egal. Das Office ist irgendwie ein schöner Platz, auch wenn ich leider nur noch selten dahin komme. Aber Rachel ist immer da, sie sitzt immer an ihrem Schreibtisch und hat hunderte von Geldscheinen auf dem Tisch, weil sie da für das Geld zuständig ist. Immer, wenn ich reinkomme, werde ich total freudig begrüßt von ihr und ihren Kollegen, das ist immer ein schönes Gefühl. Ein bisschen, wie ein zweites Refugium.


Das war abends in der Schule, als die Wilsons für unseren Besuch Abendessen zubereitet hatten. Die Kinder haben gesondert gegessen. Von links nach rechts: Hannah, Elsi, Jerusha und Upasana.


Im Zimmer der Schulleiter. Die Bücher wurden mal inspiziert.


Am nächsten Tag habe ich dann mal das andere Gebäude der Theodore Public School kennengelernt; die (?) Nursery, also für uns Kindergarten. Süß, oder?


Das hat mich wiederum etwas traurig gemacht, obwohl es besser ist als nichts natürlich und weitaus besserer Standart ist als anderswo in Indien (denke ich zumindest). Aber so sehen unsere Kindergärten zum Glück nicht aus…


Das wird mal eine neue Kirche, direkt neben der Schule.


Ich finde, man kann jetzt schon sehen, dass die Kirche mal sehr schön wird.


Vom Eingang der Kirche kann man das Haus der Wilsons sehen, das Rot/Grün/Gelbe da. Das ist die Seite mit dem Fenster, aus dem ich rausgucken kann, wenn ich am Computer sitze ^^ Wusste ich bisher auch nicht.


So sieht die Kirche noch von vorne aus. Seit drei Jahren versprechen die Arbeiter, dass die Kirche fertig wird. Im Moment machen sie sogar mal was; die Wilsons haben die Vermutung, dass das vielleicht daran liegt, dass die Sponsoren momentan im Lande sind


Wusstet ihr, dass Schuhe schimmeln können…? Ich nicht. (Wieder um eine Erfahrung reicher!)


Jerusha, Elsi und Hannah machen Hausaufgaben.


Eins meiner Lieblingsfotos. Hannah


Afternoon-Snacks. Särr lecker, vor allem das Bällchen da. ^^ Das Bällchen heißt Ladu und das rechts da heißt Namkin und ist so ein bisschen wie Chips mit Puderzucker.. Das links heißt einfach simpel Mixture.


Meine Müllseite im Bett.


Ein normales Blatt möchte man meinen.


So viel dazu.


Ohne Worte.
27.10.09 14:31


Tanzen und Kleiden

Hallo ihr Lieben!

Ich war gestern Abend mit Sarah nochmal in der Tanzschule, diesmal mit Kamera ^^ Alle haben sich gefreut, inklusive mir natürlich, dass ich da war und haben ganz stolz vorgeführt, was sie so können. Die Zeit reichte jetzt leider nur zum Hochladen von zwei Videos, einmal von den ältesten Mädchen und dann von einer Schülerin von uns, Ramesmini, die trotz ihres jungen Alters (6 Jahre) wahnsinnig beeindruckend und toll tanzen kann. Ihr findet vielleicht, dass das einfach aussieht - ist es aber ehrlich nicht
Dann hat heute unsere Tanzlehrerin, Rina, für mich getanzt. Das Video ist über 5 Minuten lang, das lade ich wann anders hoch. Ist aber ganz toll geworden und das Lied ist ein echter Ohrwurm ("I love my India". Man sieht richtig, dass Rina total Freude am Tanzen hat, sie hat eine wahnsinnig angenehme Ausstrahlung. Ich mag sie wirklich gern und sie mich glücklicherweise auch Sie ist wirklich eine ganz Süße, ich hoffe, dass wir in Zukunft noch viel miteinander zu tun haben werden.
So, ich bin kaputt.. Ich war eben mit Sarah in der Stadt und wollte eigentlich Mitbringsel kaufen. Das, was ich wollte, gab es aber nicht - ihr glaubt es nicht, die haben mir vielleicht hässliche Sachen aufgetischt... tut mir Leid, aber da gibt es keine Euphemismen mehr für. Erzähle ich euch genauer, wenn ihr dann schöne Mitbringsel habt und wisst, wovon ich spreche Da habe ich dann stattdessen einen Salwar Kameez gekauft. Typisch indisch, mit viel Glitzer und so, aber trotzdem noch schön ^^ Mal gucken, vielleicht kriegt ihr den auch mal zu sehen
So und jetzt geh ich essen. Viel Spaß mit den Videos!
Ich melde mich bald wieder, wenn es mal wieder mehr zu erzählen gibt. Danke übrigens für eure Kommentare Ich freue mich ehrlich immer darüber, von euch zu hören!

Bis bald,

Jana <3


PS: YEAH! Es hat mit dem Hochladen der Fotos geklappt!! Ich musste einfach nur von "privates Album" auf "öffentliches Album" wechseln. Ich bin so k-l-u-k! (Fotos gibt es trotzdem erst beim nächsten Mal, sorry...)






26.10.09 15:15


Nochmal deutscher Besuch, Musikkritik und Geburtstagsgrüße

Hallo ihr Lieben!

Das hier schreibe ich gerade in meinem Zimmer im Gästehaus. Es ist für mich gerade viertel vor Elf und der Tag wird sicherlich gut. Gestern ist Eberhard, mein Länderreferent vom NMZ hier in Nowrangpur (die indische Schreibweise ist übrigens "Nabarangpur" ) angekommen. Von Morgens bis Mittags hatte er ein Meeting im Krankenhaus, aber zum Lunch habe ich ihn dann auch getroffen. Und das war cool, er hat mich auch von meinen Mit-Freiwilligen gegrüßt, die er zuvor im 2 Stunden entfernten Ort besucht hatte. Die vier haben ja noch lange nicht die Hälfte rum, aber denen geht es wohl auch soweit gut, was mich natürlich sehr freut. Vielleicht schaffe ich es ja sogar, sie gegen Ende meines Aufenthaltes mal für ein Wochenende zu besuchen. Das wäre natürlich super, einfach mal um schon mal ein paar Erfahrungen auszutauschen und überhaupt zu gucken, was so aus den anderen geworden ist. Denn wenn ich mich jetzt so mal angucke, dann finde ich, dass ich jetzt schon nach der Hälfte der Zeit eine riesige Entwicklung durchgemacht habe, die vielleicht nicht für andere unbedingt sichtbar, für mich aber spürbar ist.
Nun gut, heute Morgen ging es dann los – das erste Mal nicht allein frühstücken! ^^ War auch schön, nicht allein da zu sitzen und einfach schweigend zu essen. Särr angenehm. Und auch nach der Kirche haben Eberhard und ich uns sehr lange unterhalten; vielleicht sogar ein bisschen verquatscht Aber ich hab die Unterhaltung sehr genossen und das nicht nur, weil sie halt auf Deutsch war ^^ Nein, Eberhard hat viel vom Seminar erzählt, das er besucht hat, bevor er nach Nowrangpur gekommen ist, das den Titel „Family Bonds“, also „Familienbande“ trug. Sehr interessant, mittlerweile bin ich fast schon neidisch, dass ich nicht da sein konnte. War wirklich spannend zu hören, was sie da so erarbeitet und diskutiert hat. Aber ich kann das jetzt nicht alles wiederholen – für euch ist das vielleicht auch unspannender als für mich, weil ich hier den direkten Vergleich habe, bzw. genau diese Erfahrungen auch mache, die im Seminar besprochen worden sind. Ansonsten ist es natürlich auch schön, jemanden zu haben, dem man sich so anvertrauen kann und der einem auch ggf. Dinge erklären kann. Eberhard hat natürlich schon viel länger Erfahrung in Sachen Indien und es ist sehr interessant gewesen, seine Sicht der Dinge zu hören – zumal ich jetzt ja auch vergleichen kann, inwiefern das mit meinen Erfahrungen hier übereinstimmt und zu sehen, was sich eventuell auch unterscheidet.
Ja ja, särr spannend
Ach und Susann: Du hattest mir ja „Brand New Eyes“ ans Herz gelegt und ich habe es jetzt endlich mal geschafft reinzuhören, weil mir eine Sicherheitskopie des legal im Laden erstandenen Originalalbums () letzte Woche mitgebracht wurde. Die Hälfte davon ist relativ langweilig, finde ich – aber einige Sachen sind echt gut geworden. Ignorance und Decode natürlich sowieso, das wussten wir ja vorher auch schon. Aber „Playing God“ ist mein absoluter Favorit, wobei „Careful“ und „Misguided Ghosts“ auch echt gut sind. Nur der Rest ist halt irgendwie seichter, durchschnittlicher Poprock. Was meint ihr dazu? (Also jetzt ihr, die das Album kennen..?)

Zum Schluss noch eine Sache: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Tante 2 Ich wünschte, ich könnte jetzt da sein und vielleicht ein bisschen mit euch feiern – aber das holen wir halt nach! Genieß deinen Tag, ich denke an dich!

Gut, mein Buch wartet nun auf mich.
Gehabt euch wohl, werte Gefährten. Ich melde mich bald wieder!
Alles Liebe & bis bald.

Jana <3
25.10.09 10:56


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